Aus der Geschichte des Berliner Segler-Clubs
Die Entwicklung des binnenländischen Segelsportes in Deutschland

vor 1867:
Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland die ersten privaten Segler noch vereinzelt ihre Bahnen zogen, wurde auf der Oberspree in Berlin Segeln bereits in Gemeinschaft betrieben. Die erste Nachricht über ein Clubwesen stammt aus dem Fischerdorf Stralau östlich von Berlin. Hier schlossen sich 1835 an die hundert Herren zur »Tavernen-Gesellschaft“ zusammen. Ihre Vereinigung benannten sie nach dem Lokal, in dem sie sich trafen, die ‚Alte Taverne« an der Straße Alt-Stralau Nummer 24. Die meisten Boote waren wie die Chronisten berichten halbgedeckte Kutter mit hohem Freibord und mit baumlosem Luggersegel und mit bauchigem Vorsegel. In einem noch erhaltenen (Anm.:das Bild wurde 2007 in Berlin versteigert) aus jener Zeit stammenden Ölgemälde von Baumgärtner ist die Flotte 1942 darstellt.Es entstand nach einer Skizze von Hindenberg (mehr später über Hindenberg link). Auch Willy Stöwer hat dieses Bild als Vorlage gewählt. Im Vordergrund des Stöwer Bildes mit englischer Fahne die PIRATE von Drory mehr über Drory in Arbeit.
Pirate
Als Segelrevier diente auch eine Ausbuchtung der Spree, der Rummelsburger See. Vereinzelt wagten sie sich stromauf bis Köpenick oder sogar zum Müggelsee. Der Tavernen-Gesellschaft war ein striktes Reglement noch fremd, Spass wollte man in Stralau am Segeln haben.
Die Berliner Tavernengesellschaft wird man daher wahrscheinlich nicht als einen Sportverein im heutigen Sinne (mit geregeltem sportlichen Leben und Wettbewerb ) verstehen, aber man kann die Tavernengesellschaft als Vorläufer des Berliner Segler-Clubs von 1867 ansehen.
Ein Boot DIE Fliegende Welle (nicht flying cloud) ein Dreimast-Lugger (Eigner Sehlmacher) war später vor Schildhorn zu finden, ebenso die abgegebene Pirate der Drorys.

Ab 1867
Mittlerweile hatte das Segeln mehr und mehr sportlichen Charakter angenommen. In Berlin taucht die erste Flunder auf EMPIRY CITY mit einer amerikanische Erfindung, dem Mittelschwert. Im Herbst 1867 zeigt die Funder EC auf der Havel ihr Können. Alle Kielbootbesitzer bei Wegner in Schildhorn sind sich einig,(Vater Ideritz) dass so ein Amerekaner eijentlich von der Pollezei vaboten werden müsste. empirecity

In der Wintersaison 1867 wurden fast zeitgleich an Unterhavel und Oberspree zwei Berliner Segelclubs gegründet: in Pichelsdorf an der Scharfen Lanke der Verein der Segler der Unterhavel und in Stralau am Rummelsburger See der Berliner Segler-Cub. Dory und Hindenberg setzen sich für seine Gründung ein. Treibende Kraft war aber W. Sehlmacher.
Wilhelm Sehlmacher, ein alter Chinafahrer, hatte mit seiner geliebten CLARA (Seine erste Liebe die Fliegende Welle war jetzt auf der Havel) in Treptow auf der heutigen Abtei-insel sein Heim gefunden. Mit 40 Freunden wird im Lokal von Padow in Stralau am 25.11.1867 der Berliner Segler-club gegründet. Die Clubflagge zeigt die Farben der Norddeutschen Bundes. logo


Eine sehr gute Zusammenfassung der Geschichte des BSC von 1867 bis 1910 findet man im Jahrbuch des BSC von 1911. Dank an W. Lippert der aus seiner Sammlung dies dem Yachtsportarchiv überlassen hat.

Link zur Geschichte des BSC im Jahrbuch 1911
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Schon im nächsten Jahr findet am 7. Juni 1868 die erste Berliner Regatta statt, die diese Bezeichnung verdient. Das erste sportliche Kräftemessen, ausgeschrieben als »Preissegeln« wurde zwischen der Köpenicker Rohrwallinsel und der Bammelecke (heute Badestelle, Sportdenkmal zu DDR Zeiten abgerissen) abgehalten. Von 39 gemeldeten Yachten in vier Abteilungen starteten 36, von denen 34 das Rennen regulär beendeten und sich zwölf Preise teilen mußten. Veranstalter war der im Jahr zuvor gegründete Berliner Segler-Club; gemeldet wurden 37 Boote, die man je nach Segelfläche in vier Gruppen einteilte. Preise waren Flaggen, Trinkbecher und Bilderalben. Die Presse berichtet ausführlich.Die ALBATROS von Burghalter aus dem Westteil von Berlin (Havel) gewinnt mit einer Minute vor dem Lokalfavoriten Sehlmacher mit seiner CLARA. Schiffs und Teilnehmerlisten sind zum Glück überliefert.
Lange Zeit reicht ein Club für die noch kleine Gemeinde der Segler an der Oberspree . Alljählich veranstaltet der BSC bis zu drei Wettfahrten.
1regatta
In den folgenden Jahren setzten sich die Segelregatten – zumeist auf dem Langen See zwischen Köpenick und Schmöckwitz – fort. 1876 wird im Osten ein zweiter Verein gegründet.der Grünauer Ruder und Segelverein ins Leben gerufen, und ein bekannter Berliner Journalist berichtete in der August-Nummer 1878 der Berliner Zeitschrift »Deutsche Rundschau« über ein Gespräch mit einem SEGLER, das er mit diesem auf dessen Yacht auf eben dieser Strecke über solche Segelwettkämpfe führte. Der Journalist war kein anderer als Theodor Fontane, und die schönen Regatta-Schilderungen des als Kapitän Backhusen verfremdeten Eigners kann man heute im Band »Spreeland« der »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« im Kapitel »An Bord der >Sphinx<« lesen.

Das Clubjahr 1883
Nach dem Tod (märz 1892) des Präsidenten Sehlmacher. Schmauch wird sein Nachfolger. Es setzen Aktivitäten ein, den BSC mit anderen Segelvereinen zu fusionieren. Der 1880 entstandene Stralauer Segelverein (sein Vorläufer 1878 ein Lotterieverein), der sich 1883 in Berliner Seglerverein umtaufte war bereit sich mit der Mehrheit der alten BSCler zu fusionieren. Diese Vorgänge sind im Wassersport geschildert. Was hinter den Kulissen geschah, kann man teilweise den Gerichtsprotokollen entnehmen. Nach einem lagen Gerichtsprozess gründet sich mit die Minderheit der Altmitglieder der BSC neu, die Mehrheit geht eine Fusion ein. Es entsteht so der Berliner Yacht Club, der am 5.März seinen neuen Stander zum ersten Mal setzt.


Aus dem Clubjahr 1885
Ab 1885 ist die Geschichte des BSC u.a. durch die Jahrbücher und die Zeitschrift „Der Wassersport“ gut dokumentiert. Ab 1904 kommt dann noch die „YACHT“ hinzu.

Einige Auszüge aus den Jahresbericht 1985/86
Am 4. November 1885 erfolgte im Cafe Jäger, Cöpenicker Straße 80/81, die durch die unsichere Rechtslage verursachtde Gründung des Berliner Segler-Clubs. Als Stander beschloß der Club ein rotes, gleichschenkliges Dreieck zu führen, . Man hatte damit in pietätvollem Gedenken den alten Stander des ehemaligen Berliner Segler-Clubs vom Jahre 1867 wieder gewählt.
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Die erste Handlung des neuen Clubs war, die Statuten des Berliner Segler-Club vom 23. 11. 1867 vorläufig anzunehmen, aber gleichzeitig eine Kommission zur Ausarbeitung eines neuen Statutenentwurfes einzusetzen. Die Arbeit dies er Kommission wurde derartig gefördert, daß schon am 30. 11. 1885 das neue Statut einstimmig an genommen werden konnte.
Durch Abhaltung des Stiftungsfestes in Gestalt eines Herrenabends am 21. 11. 1885 im Zennerschen Saale und des Weihnachtsfestes, das am 9. 1. 1886 an derselben Stelle in Damengesellschaft und auch mit Abendtisch feierlich begangen wurde, kettete der Club seine Mitglieder noch mehr aneinander.
Weiter sagt dann der höchst interessante und ausführliche Jahresbericht: „Der neue unternehmende Geist, der sich im Club regte, documeutierte sich auf verschiedene Weise. Zunächst in der Erhöhung des Mitgliedsgeldes von 10 auf 20 Mark. Ein weiterer wichtiger Schritt vorwärts geschah in der Versammlung vom 18. 2. 1886, in der festgestellt wurde, daß in Zukunft bei allen Regatten des Berliner Segler Clubs die bis da hin üblichen Nummerflaggen, welche den au sie gestellten Anforderungen nur schlecht entsprochen hatten, fortfallen sollten und daß jedes Boot in Topp die Raceflagge des Besitzers zu führen habe.
Über die sportliche Tätigkeit des Clubs gibt der Jahresbericht folgende Angaben: „Die Sommersaison war in diesem Jahre eine durchaus günstige für den Wassersport im All gemeinen, und wurde dies auch von den Clubbooten lebhaft wahrgenommen und ausgenützt. Die größten im Sommer ausgeführten Touren waren diejenigen der „Biribi“ des Herrn stud. arch. nav. Wischhusen und der „Gerda“ des Herrn W. Zander, die sich den Races in Swinemünde angeschlossen hatten. Herrn Zander war es vergönnt, einen Preis in Gestalt eines silbernren Humpens von diesem Wettkampf heim zuführen. Die „Namenlos 1“ des Herrn Blackburn sen. ging zur Regatta des „S. V. Tegelsee“ (eine rechtlange Reise vom Osten in den Westen von Berlin ) und errang sich hier einen ersten Preis.

Als Hauptziel der Sonntagsfahrten muß der Lange See mit seiner schönen, waldumkänzten Wasserfläche bezeichnet werden, und waren hier Grünau, die Kleine Krampe und Schmöckwitz die bevorzugtesten Sammelpunkte, wobei an besonders güinstigen Tagen auch Hankels-Ablage nicht vergessen wurde. Der Umstand, weshalb in diesem Jahre die Müggel scheinbar mehr vernachlässigt wurde, findet wohl eine Erklärung darin, daß der Berliner Segler-Club den Langen See seit langen Jahren wieder zum Regatta-Terrain wählte, was in Seglerkreisen solchen Anklang fand, daß mehrere Vereine ihre Regatten auch dorthin verlegten und der allgemeine Zug dergestalt diesem herrlichen Fahrwasser immer neue Freunde zuführte. Das „B e g r ü ß u n g s s e g e 1 n“, welches auf Sonntag den 18. 4. 1886 angesetzt war, mußte leider verschoben werden da die strenge Witterung des Aprilmonats viele Herren gehindert hatte, die Boote rechtzeitig Regatta fertig zu machen.


Der BSC ist bei der Gründung des ASV behilflich. Der ASV wählt einer Stander in den Aufteilungen des BSC. Das erste Segelrevier des ASV ist beim BSC auf des Oberspree. Das erste beim ASV registrierte Boot ist die BIRIBI.
Aus dem Clubjahr 1904
Einweihung des neuen Clubhauses. Es existiert heute noch und steht unter Denkmalschutz. Aus dem Clubjahr 1907
Hier wird später Rolle des BSC an den deutsch-amerikanischen Sonderklassenwettkäpfe geschildert werden. Auch auf der homepage www.sonderklase-yachten.de behandelt.

Aus dem Clubjahr 1913
Höhepunkt der sportlichen Veranstaltung des Clubs bildete jedoch die Aussegelung der heiß umstrittenen Trophäe
Der Preis von Belgien
Der im Herbst 1912 von Dr. Spindler mit Feinsliebchen (Mannschaft Hermann Margot u Dr. Zablinsky) gegen die Blüte der Hamburger und Berliner 6m-R-Yachten auf der Müggel ersegelte Preis mußte in diesem Jahre vom B. 5. C. verteidigt werden. Die Freude in m Club über den schönen Erfolg unserer Farben war natürlich, und unter dem ersten Einuck jenes für uns so wichtigen Ereignisses dachten nur wenige daran, daß dieser Erfolg welche großen Verpflichtungen für uns bedeutete. Der Berliner Yacht-Club hatte im Vorjahre d. Aussegelung des Preises in mustergültiger Weise durchgeführt. Selbstverständlich mußten bestreben, diesen guten Eindruck, wenn möglich. noch zu erhöhen; denn es handelte Jerbei nicht nur um das Prestige unseres sondern um das Ansehen des Berliner Segelsports überhaupt, der durch die Verteidigung des Preises von Belgien zum ersten Male in Lage versetzt wurde, wirklich internationale Kämpfe auf den Gewässern der Reichshauptstadt zu veranstalten.
Eine mehrsprachige, illustrierte und vornehm ausgestattete Werbeschrift wurde geschaffen un an alle Interessenten des In- und Ausland versandt. In derselben wurden die Vorzüge und landschaftlichen Schönheiten des Berliue Segelreviers besonders hervorgehoben. Auch die Möglichkeit, im Anschluß an die geplanten Wettfahrten gleich an den folgenden acht Wettfahrten. der Berliner Herbstwoche teilnehmen zu können, wurde mit in den Kreis der Werbemittel gezogen. Die Eisenbahnverwaltung wurde um freie Rückfracht der auswärtigen Yachten angegangen. Für die ausländischen Yachten hatte der Club die Kosten des Transportes von der Reichsgrenze bis Berlin übernommen usw. Man sieht, so ganz einfach war eine derartige Veranstaltung nicht. Doch alle Schwierigkeiten wurden überwunden, auch die Kostenfrage. Durch freiwillige Beiträge der Mitglieder wurde die Clubkasse entlastet und es muß gesagt werden, der Opfermut entsprach einem wirklichen Sportinteresse an dieser seltenen Veranstaltung.
Am 21. und 22. August war eine Ausstellung der teilnehmenden Yachten am Stege des Regattahauses am Müggelsee. Am 23. August begannen die Wettkämpfe.
Folgende Clubs halten ihre Meldungen abgegeben:
Societe Royale Nautique Anversoise,
Verein Seglerhaus am Wannsee,
Berliner Yacht-Club,
Kaiserlicher Yacht-Club,
Hamburger Segel-Verein,
Potsdammer Yacht-Club,
Yacht-Club Müggelsee,
Kongelig Dansk Yacht-Club,
Hamburger Yacht-Club,
Norddeutscher Regatta-Verein,
Zeuthener Segler-Verein,
Segel-Club „Ahoi“,
Berliner Segler-Club.

Damit wurde die für den Berliner Segler-Club bedeutenste Veranstaltung des Segel Jahres 1913 in harmonischer, alle Beteiligten befriedigenden Weise gesehlossen. Nachstehende Daten mögen die vorstehenden Berichte ergänzen:
B i s h e r i g e S i e g e r.
1908 Chonchette des Herrn Mözan de Malartic, Paris, vom Cercle de la Voile de Paris.
1909 Chonchette II des Herrn Mezan de Malartic, Paris, vom Cercle de la Voile de Paris
1910 Vadrouilette der Societe Royale Naultique Anversoise.
1911 Undine des Herrn Direktor Wiesner, Berlin, Berliner Yacht-Club.
1912 Feinsliebchen IX des Herrn Dr. W. Spindler, Berlin, Berliner Segler-Club.
1913 ILSE des Herrn W. Langhans, Hamburg, Hamburger Segel-Verein.


Der Gewinner des Preises von Belgien erhielt zum dauernden Andenken den Commodore-Prinz-Adalbert-Preis - verliehen von S. K. Hoheit dem Prinzen Adalbert von Preußen, Commodore des Berliner Segler-Clubs

aus dem Jahren 1923/24

Bruno (Dipl.Ing und Erwin (stud.jur) Engelbrecht werden Mitglied, Wohnung Joachim friedrich Str. Ecke Kuhdamm. Haus existiert nicht mehr. Grabstelle heute in Zeuthen.
Arthur Tiller wird Mitglied (1924).

Aus dem Jahr 1926

Jahrbuch vorhanden.
Als weitere Neuerung dürfte schlieBlich die Aenderung des Aufnahmeverfahrens zu erwähnen sein. Um möglichst Fehlgriffe bei der Aufnahme neuer Mitglieder zu vermeiden, wird von jedem neu aufzunehmenden Mitgliede ein ausführlicher schriftlicher Lebenslauf, sowie die Stellung zweier Paten verlangt. Die Zulassung erfolgt alsdann zunächst auf ein Jahr,um den Club Gelegenheit zu geben, das neue Mitglied näher kennen zu lernen. Der Berliner Segler-Club veranstaltete im Berichtsjahre drei offene Regatten, davon wurde eine auf dem Scharmützelsee, eine zweite als Teilveranstaltun der Herbstwoche auf dem Müggelsee und eine dritte unter den Standern des B. S. C, des Segel clubs „Ahoi“ und des Berliner Yacht-Clubs auf der Dahme abgehalten. Von den beim B. S. C. eingetragenen Yachten, unter denen sich nur ein einziger Neubau, nämlich „Carmen VII“ befand, starteten 16 in offenen Wettfahrten, und zwar Windsbraut IV, Windsbraut VI, Wildericb (p82) , ScharmüPel III (P103), Nixe (Sonderklasse S35), Herzl T9, Irmgard IV T90, Zeuthen (T79), Carmen VII(L157), Liesel IV (L151) IV, Kehrwieder (U78), Bursch-Hein (W112), Greif II (T28), Grete T110), Matz (T89), Spätzchen (T81) und St. Barbara (T30) Die Gesamtzahl der ersegelten Preise betrug 103.
Jollen waren schon im Yachtregister . Es wurden aber Regatten nur mit Kielbooten ausgetragen. Belitz-link im Netz. Belitz-link im Netz.
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ab 1933 bis 1945

Von Herrn Berghoff haben wir die Satzung von 1938 und das Jahrbuch von 1941 und Regattalisten erhalten. In der Yacht steht auch einiges. Bisher nichts zu finden, bestimmt lehrreich (Jüdische Mitglieder im BSC?). 1941 tritt Fritz Theuerkauf aus (freiwillig?).

von 1945 bis 1951

Zeitzeugen suchen, um die Geschichte im Osten und Westen zu beleuchten. Deter stirbt 1952. Alter Präsident Hoeffner findet als neuer Präsident beim PYC seine Heimat.

Das Gründungjahr vom BSC und BYC- ein Jahrhundert-Disput


1867 wird der BSC gegründet, einige Gründungsmitglieder waren in der Tavernengesellschaft aktiv. Bis zum Tod des ersten Präsidenten Sehlmacher 1983 besteht Eintracht zwischen den BSC-Mitgliedern. Dann strebt man nach Größerem. Fusionen sind geplant. Realisiert wird 1885 die Fusion des BSC mit dem BSV.Ein neuer Name BYC und ein neuer Stander wird gefunden. Eine Minderheit leht diese Fusion ab und da man u.a. formale Mängel bei der Fusion sieht klagt C. Blackburn, um zumindest die alten Pokale zu behalten. Ein langer Gerichtsstreit beginnt. In der ersten Instanz verliert Blackburn, er geht in die Berufung. Dafür wird er vom BYC bei Regatten boykottiert.Tageszeitungen und die Fachzeutungen AHOI berichten ausführlich. In der Zweiten Instanz gewinnt Blackburn für den BSC.
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Da man nun Recht bekommen hat und weiteren Streit vermeiden will beschließt man den BSC mit altem Stander und Statuten neu zugründen. Der BYC scheint auch mit dieser Lösung anzufreunden.Bei den Jubiläumsfeiern beider Clubs geht man bis Ende der 20er Jahre vom Gründungsjahr 1885 aus. Anfang der 30er wird beiden Vereinen vom DSV gestattet sich älter zu machen und das Gründungsjahr auf 1867 festzusetzen. Der BSC ist stolz auf sein hohes Alter. In der Satzung von 1938 wird 1867 im §1 festgeschrieben. 1931 hat der DSV auch dem BYC das Gründungsjahr 1867 zugestanden.
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1941 wird das 75.Jubiläum gefeiert. Vom Krieg ist in Berlin noch nicht richtig spürbar aber die Männer als Mannschaft werden knapp.

Beim Neuanfang im Westen gerät der BSC mehr und mehr in Vergessenheit, insbesondere da er verzichtet dem DSV beizutreten. Der Stammbaum des BYC enthält seine Zwillingbruder nicht mehr. Eine Ergänzung wird 2008 vorgenommen. Wenn jetzt noch im Stammbaum der Stander des BSC in den Farben des Norddeutschen Bundes den Roten Adler ersetzt ist ein Ziel des BSC von 2007 erreicht, die Geschichte des BSC von 1867 zubewahren.

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Der Potsdammer Yacht Club, bei dem einige BSC-Mitglieder nach dem 2. Weltkrieg und nach der Enteignung durch die Befreier eine neue Heimat gefunden haben, zeigt zu offiziellen Anlässen den BSC-Stander. Die Pächter des BSC-Clubhauses im Osten sehen noch keinen Anlass den alten Stander zu zeigen.

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